Als PCO-Syndrom bezeichnet man eine hormonelle Störung, bei der es zu einer Überproduktion von männlichen Hormonen gibt, zumeist aus den Eierstöcken. Ein PCO-Syndrom liegt vor, wenn von den folgenden drei Kriterien zwei erfüllt sind:

  1. Zyklusstörungen (verlängerte Zyklen) oder Amenorrhoe (Ausbleiben der Menstruationsblutung)
  2. Zeichen erhöhter männlicher Hormone (z.B. Akne, Haarausfall) oder Nachweis erhöhter Konzentration männlicher Hormone im Blut
  3. Vorhandensein von Eierstöcken mit deutlich vermehrter Follikelbildung (mehr als 12)

Die Folgen der erhöhten männlichen Hormone können Akne, Ausdünnen der Kopfhaare, vermehrtem Haarausfall, Haarwuchs im Gesicht sowie Zyklusstörungen sein. Gleichfalls tritt bei Frauen mit PCO-Syndrom auch häufiger ein Diabetes auf.

Die Behandlung richtet sich einerseits nach den jeweiligen Beschwerden, andererseits natürlich nach den Plänen der Patientin. Bei Kinderwunsch ist zumeist eine Stimulationsbehandlung sinnvoll und führt auch meistens zum Erfolg.